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2013 – Was ist neu?

Alle Jahre wieder ändern sich viele Gesetze, Regeln und Verordnungen in allen möglichen Lebensbereichen. Ob das Gefühl, dass es immer mehr werden und immer schneller geht, denn nun stimmt, wissen wir nicht. Wir haben die aus unserer Sicht wichtigsten Änderungen für Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige zusammen getragen:

  • Briefe sind teurer. Nachdem die Post aufgrund der völlig unerwarteten Portoerhöhung nicht genug 3-Cent-Marken hatte, gilt jetzt die 58-Cent-Regel ohne Ausnahme und Pardon. Ein Standardbrief bis 20 Gramm kostet jetzt 58 Cent.
  • Renten- und Pflegeversicherung: Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt von 19,6 auf 18,9 Prozent des Bruttolohns. Dafür steigt der Beitragssatz für die Pflegeversicherung von 1,95 auf 2,05 Prozent.
  • Auch die Beitragsbemessungsgrenzen wurden deutlich erhöht: Für die Renten- und Arbeitslosenversicherung sind dies jetzt 69.600 Euro (alte Bundesländer) bzw. 58.800 Euro (neue Bundesländer). In der knappschaftlichen Sozialversicherung sind es jetzt für die Rentenversicherung 85.200 Euro (alte Bundesländer) bzw. 72.600 Euro (neue Bundesländer). In der Kranken-/Pflegeversicherung bundesweit 47.250 Euro.
  • Mini-Jobber dürfen jetzt statt 400 Euro höchstens 450 Euro verdienen.
  • Das Existenzminimum, sagt der Gesetzgeber, liegt bei 8.130 Euro im Jahr. Das ist dann auch gleich der steuerliche Grundfreibetrag. Wohl dem, der damit auskommt.
  • Die Lohnsteuerkarte aus Papier stirbt, wird durch die elektronische Version ersetzt, genannt elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM). Unternehmen können diese bereits beim Bundeszentralamt für Steuern ordern. Bis zur Dezember-Abrechnung muss dann alles umgestellt sein.
  • Wer sich jetzt ein Elektroauto anschafft, zahlt zehn Jahre keine Kfz-Steuer mehr. Bisher waren es fünf Jahre Befreiung gewesen. Dagegen sinkt die Förderung von Rußpartikelfiltern von 330 auf 260 Euro.
  • Nochmal Verkehr: Im Zuge des Bürokratieabbaus werden Benzinpreise jetzt zentral erfasst. Ab Sommer sollen diese dann für diverse Anwendungen nutzbar sein.
  • Und noch mehr alte Bekannte gibt es nicht mehr: Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze und Tagesanleihen werden ab 2013 nicht mehr angeboten. Bundesanleihen, -obligationen oder -schatzanweisungen gibt es daggen weiterhin – jetzt gebührenpflichtig – bei Banken und Sparkassen.
  • Auch die Bilanz wird digitalisiert. Spätestens 2014 ist die E-Bilanz Pflicht. Je nach verwendeten Kontenrahmen bedeutet das mehr oder weniger große Umstellung in der Buchhaltung – und zwar ab 2013.
  • Für die Umsatzsteuer-Voranmeldung (UStVA), die Zusammenfassende Meldung (ZM), die Sondervorauszahlung (USt 1/11) und die Lohnsteuer-Anmeldung (LStA) gelten ab sofort höhere Sicherheitsstandards in Sachen authentifiziertem Datenverkehr.
  • Unternehmen, die ihre Steuerdaten und –meldungen selbst über entsprechende Software ans Finanzamt schicken, müssen sich in einem Portal der Finanzverwaltung (z.B. ElsterOnline) in einem mehrstufigen Verfahren registrieren und so ihre Identität nachweisen.
  • Finanzberater werden ist jetzt schwerer. Ohne IHK-Prüfung geht nichts mehr.
  • Wenn ein Schuldner nicht zahlen kann (oder will), kann der Gläubiger eine eidesstattliche Versicherung über dessen Vermögen verlangen. Ein vorheriger Pfändungsversuch ist nicht notwendig.

Ein Kommentar bis jetzt.

  1. […] das-koennen-die-besser.de – Was ist neu?: Auflistung wichtiger Änderungen, wie z.B. Minijobgrenze steigt auf 450 Euro, neue Betragsbemessungsgrenzen, keine Lohnsteuerkarte aus Papier mehr […]

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