Das Erfolgsprinzip global office

Auch im Arbeitsalltag stolpere ich immer häufiger über die Fragen: Was darf ich verlinken, welche Inhalte bei Facebook & Co. einbetten? Die Suche nach Antworten endete in einem Selbstversuch.

Die Landesanstalt für Medien NRW und iRights.info haben eine  Broschüre mit dem Titel „Arbeitsalltag digital“ herausgebracht. Prima Ausgangspunkt für diesen Blogpost, denke ich. Auch ein kleines, wirklich süß gemachtes Filmchen ist dabei und darunter steht geschrieben: „Sowohl die Broschüre als auch das Video stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz.“

Was das bedeutet, müsste ja in der Broschüre stehen, denke ich, und werde schnell fündig. Auf Seite 27 steht: „…Creative Commons Licenses (sind) ein Set von 6 Standardverträgen… Mit diesen soll es Urhebern ermöglicht werden, ohne besondere Rechtskenntnisse der Allgemeinheit bestimmte Nutzungen pauschal und vorab zu erlauben.“ Eine cc-Lizenz, so verstehe ich es, kann jeder Inhaber von Urheberrechten auf seine Inhalte legen. Das bedeutet dann etwa: „Macht damit was ihr wollt.“

Ich freue mich, finde den Film auf YouTube und mache mich daran, ihn in meinen Blogbeitrag einzubetten. Doch was ist das? Hier tauchen plötzlich sechs Buchstaben auf: „Creative Commons BY-NC-SA“! Aha! Davon steht nun in meiner schönen Broschüre nichts, nur von „CC BY-SA“ ist da die Rede!

Was aber bedeutet mein NC-Kürzel? Ich frage Freund Google und finde bei creativecommons.org die Lösung: Verbreiten darf ich das Werk unter Verweis auf das ursprüngliche Werk und seinen Autor. Dafür steht das BY. Aber dann kommt`s faustdick: Keine kommerzielle Nutzung! Dafür steht das NC. Was soll das heißen? Ich will den Film ja nicht verkaufen. Aber der Blog ist der von global office und die sind schon kommerziell. Und dann kommt wieder dieses Kürzel SA: Weitergabe unter gleichen Bedingungen; gemeint sind die Lizenzen und im Fuß des Blogs finde ich ein deutliches Copyright, nichts mit CC und so weiter.

Na dann, aus der Traum, ich setzte einen Link, das ist sicher!

Dennoch komisch: Kann das sein, dass eine Broschüre, die sich an die arbeitende Bevölkerung richtet, nicht unter der arbeitenden Bevölkerung verbreitet werden darf, oder nur ein bisschen?

Wo ich schon mal bei creativecommons.de bin, suche ich weiter und stoße auf den brandneuen Artikel „Ungewollte Nebenwirkungen von NC erklärt“. Auch hier gibt es eine Broschüre, toll! Aber da muß ich mich erst einlesen.

Schreibe ein Kommentar