Das Erfolgsprinzip global office

Sind wir ehrlich, es gibt Tage, da fragt man sich, was man eigentlich den ganzen Tag gemacht hat. War das, was uns beschäftigt hat, auch wirklich produktiv? Wir wissen alle: Nein, leider, dem ist ganz oft nicht so. Microsoft hat dazu denn auch mal eine interessante Studie namens „Microsoft Office Personal Productivity Challenge (PPC)“ erstellt, für die in 200 Ländern dieser Welt 38.000 Menschen befragt wurden. Da kann man also guten Gewissens von repräsentativen Ergebnissen sprechen, die sich aus den 18 zu beantwortenden Fragen ergaben.

Im Kern ging es darum, ob die Personen ihren Arbeitstag als produktiv ansehen und wenn nein, wieso. Immerhin kamen die Befragten der Umfrage bei durchschnittlich 45 Stunden Wochenarbeitszeit auf rund 17 unproduktive Stunden. Oh lala! Versuchte man dies in einen Kontext zu stellen, warum dem so ist, kam raus, dass 55 Prozent hier einen direkten Zusammenhang mit ihrer (veralteten) Software sahen. Oh weh, wurde da gespart am falschen Ende? Sind richtige Schulungen oder zumindest Tools, die sich in Arbeitsprozesse integrieren, überflüssig? Autsch, kann man da nur sagen!

Ganz weit vorne lag ein Arbeitsinstrument, das in der Tat bei vielen zu Augenrollen führt und schon so manchen vollgekritzelten Schreibblock einbrachtet, ohne dass dort was sinnvolles gestanden hätte: Im Durchschnitt verbrachten die Befragten 5,6 Stunden täglich – ja, wirklich: täglich! – in Meetings. 69 Prozent halten sie jedoch für völlig unproduktiv. Nachvollziehbar, wenn wie holt man diese Zeit wieder bei der eigentlichen Arbeit rein? Und gibt es nicht zeitsparendere Alternativen, die zum gleich Ergebnis kommen, wenn es überhaupt eines gab? Und müssen wirklich alle an den runden Tisch? Was wäre, wenn man für Meetings einfach mal einführte, das für dorthin abkommandierte Mitarbeiter Extrageld bezahlt werden müsste, weil die Kollegen an ihrem Arbeitsplatz fehlen – und so lange vertreten werden müssen oder aber kein Geld im engeren Sinne fürs Unternehmen verdienen können? Die Meetingzeiten würden sich binnen kürzester Zeit „dramatisch“ reduzieren, ganz sicher.

Übrigens die „Microsoft Office PPC” errechnete, dass Frauen auf einen durchschnittlichen Produktivitätstageswert von 72, Männer auf 71 Prozent kamen. Wenn man sich da so manche Chefansage in Erinnerung ruft, die von den Untergebenen 100, besser: 120 Prozent Leistung verlangt… dann liegt da wohl viel im Argen. Rund um den Globus. Die Daten wurden 2005 veröffentlicht – doch wer zweifelt daran, dass sie nach wie vor Bestand haben?

Foto © Emin Ozkan – Fotolia.com

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